Exposé

 

 

Roter Kommissar

Das ist Ein tierischer Kinder Krimi ab ca. 8 Jahren, das Manuskript hat 22 A4 Seiten in Schriftgröße 12

Die Haupthandlung spielt sich in Görlitz/ Deutschland ab, ist für einen Kurzen Teil in Polen nahe der Grenze und beginnt kurz nach den Sommerferien, kurz vor den Weihnachtsferien endet das Abenteuer. Das Buch ist aus der Perspektive der Hauptfigur erzählt.

 

Inhalt:

Der Hund einer der besten Lehrerinnen des Annengymnasiums ist gestohlen worden. Eine Juliane und ihre Freunde wollen helfen. Dabei kommt auch Julianes Kater, der sich mit dem Hund angefreundet hat, mit ins Spiel. Bei der Suche nach dem Hund, werden Juliane und ihr Kater selbst Entführt und finden sich Nahe der deutschen Grenze auf der polnischen Seite wieder. Wie schaffen sie es nur ihren Entführern zu entkommen und nachhause zu finden?

 

Die beiden wichtigsten Figuren sind Juliane, eine 13jährige Schülerin und ihr schlauer Kater Teufel. Sie sind Abenteuer lustig und hilfsbereit. Zusammen suchen sie den Hund, obwohl sie dies der Polizei überlassen sollten und geraten in Schwierigkeiten.

Wichtige Nebenpersonen sind Kommissar und die Freunde sowie eine Lehrerin mit ihrem Hund und die Tante einer Freundin.

 

Kapitelübersicht:

 

Wie ein Kater zur Schule kommt: Der kater Teufel darf mit Juliane in die Schule und sie erzählt über ihn, so lernt er den Hund der Lehrerin Frau Lehnert kennen und freundet sich mit ihm an.

 

Ein Schäferhund ist verschwunden: Frau Lehnert ist sehr traurig, ihr Hund wurde gestohlen. Ihre Schüler sind geschockt und wollen helfen. Vor allem Juliane und ihre Freunde geben keine Ruhe und schmieden erste Pläne zur Rettung des Hundes.

 

Ein junger Hund für Tante Katja: Katja ist die Tante einer Freundin von Jule. Sie will auch helfen und kauft sich ein kleinen Welpen als Lockhund. Da sie alleine lebt, hat sie schon länger darüber nachgedacht und erfüllt sich damit nicht nur ihren Wunsch, sondern hilft ihrer Nichte und Freunden. Teufel hilft beim Falle stellen.

 

Auf Alleingang: Juliane wartet nicht auf die Polizei, Mit ihrem Kater begibt sie sich in Gefahr und muss sich selbst aus der Schlinge helfen. Hinter den Grenzen, in Polen, schlägt sie sich mit Teufel und dem Hund der Lehrerin nach Zgorzelez durch und trifft auf den Ermittlungsleitenden Kommissar. Durch diesen kommt sie auch wieder nachhause.

 

Teufel hilft der Polizei: Die Diebe sind noch auf freiem Fuß. Wieder in Görlitz angekommen, begegnen Juliane und Teufel den Dieben. Der Kater springt prompt in das Auto der dreisten Verbrecher und hilft am ende der Polizei, den Fall aufzulösen.

 

Ein Kater mit Auszeichnung: Der Kater bekommt für seine Hilfe alleine Auszeichnung und es gibt ein großes Fest mit allen Freunden, Polizeibeamten und die Presse ist auch dabei.

 

 

 

Leseprobe

 

Ein Schäferhund ist verschwunden

 

Die Ferien waren einfach super. Wir waren sogar auf einem Reiterhof. Unsere Eltern wissen einfach, was uns gefällt. Während sie zusammen Ausflüge ohne Kinder gemacht haben, durften wir unsere ersten Reitstunden des Lebens nehmen. Und weil wir so gut waren, unternahmen wir auch einen Abschiedsausflug am Strand, hoch zu Ross. Natürlich unternahmen wir auch mit unseren Eltern zusammen ein paar Sachen. Aber sie ließen uns viele Freiheiten, in unserer Freizeitgestaltung, die meistens etwas mit Pferden zu tun hatte. Vielleicht schaffen wir es ja, unsere Eltern zu überreden, dass wir ab sofort einmal die Woche Reitunterricht bekommen.Vorgenommen haben wir es uns zumindest. Doch am ersten Schultag haben wir dann anderes im Kopf. Unsere Frau Lehnert braucht Hilfe.

Wieder in der Schule, zwei Stunden Deutsch hintereinander, durfte jeder über seine Ferien Berichten. Wir sollten einen Aufsatz als Hausaufgabe schreiben. In den Ferien einen Aufsatz schreiben, wir waren empört. Das Thema allerdings war, Meine Ferien. Also sollten wir ja über unsere Erlebnisse schreiben, was uns besänftigte. Danach Bio, wir freuen uns schon, es macht ja auch einfach Spaß. Unsere Lehrerin jedoch macht ein ziemlich trauriges Gesicht. So haben wir sie in den ganzen drei Jahren nicht einmal gesehen. Bestürzt fragen wir: „Frau Lehnert, ist alles in Ordnung?“ Blöde Frage, dann würde sie ja nicht so traurig sein. Wir hatten erst Angst, dass sie uns nicht mehr lange unterrichten würde, aber es war schlimmer. Seiner Lehrerin etwas zu entlocken, wenn es um private Angelegenheiten geht, ist ja normal schier unmöglich. Jedoch schafften wir es mit dem Argument: „Sie helfen uns immer so viel, sind unsere Vertrauenslehrerin. Jetzt lassen sie uns mal helfen.“ „Ich habe wohl keine andere Wahl als es euch zu sagen.“ Ihre Stimme ist traurig. Sogar etwas zittrig, beim weiter sprechen. „Jemand hat meinen Rex gestohlen, als er im Garten getollt hat. Die Polizei hat gemeint, dass es in letzter Zeit mehrere Hundediebstähle gegeben hat. Es handelt sich um große junge Rassehunde und jedes Mal wurden sie vom Grundstück weg gestohlen.“ Wer ein eigenes Tier hat, weiß, wie schnell es ein Familienmitglied wird und liebt es sehr. Da tut ein Verlust weh und die sorge ist verständlich. Sie setzt sich. Alle in der Klasse sind bestürzt. „Wer würde denn so was tun?“ „Das gibt es doch nicht.“ „So was gemeines.“ „Hat denn die Polizei wenigstens eine Spur?“ „Können wir helfen?“ so fragen wir alle, einer nach dem anderen. Aber nein, natürlich können wir nicht helfen. Wie auch? Ich habe ja in den Nachrichten davon gehört, aber dass es ausgerechnet auch unsere Lehrerin trifft? Wir wissen nicht wie, aber wir wollen helfen. Zumindest, wollen wir es versuchen. Das steht für uns fest. Und so lassen wir erst locker, als es klingelt. Alles an Infos, die es gibt, haben wir jetzt von Frau Lehnert erfahren. Alle wünschen ihr viel Glück bei der Suche und bereiten sich auf die nächste Stunde vor. Unsere Clique dagegen, ist zusammengerückt und wir überlegen in der Pause eifrig. Nur das nächste Stundenklingeln unterbricht uns. Doch nach dem Unterricht treffen wir uns im Klubraum und überlegen weiter. Micha und ich beschreiben umfangreich das Grundstück und die Umgebung von Frau Lehnert. Erst mal müssen wir herausfinden, wie die Diebe das angestellt haben könnten. Aber das ist gar nicht so einfach. Die Täter müssen ja auch irgendwie den Hund angelockt haben. Außer, sie sind auf das Grundstück gestiegen. Es gab jedoch bei keinem der Diebstähle Einbruchspuren. Soviel wissen wir aus den Nachrichten. Tina, Martin und Saskia hören konzentriert zu. Jede Info kann nützlich sein. Martin erstellt auch gleich am Computer einen Lageplan, auf dem wir nochmal alles sehen können. Alle Diebstähle haben am Tag statt gefunden und keiner der Nachbarn hat etwas gesehen. Das bedeutet für uns, das sie alles im Voraus beobachtet und genau geplant haben. Sie mussten ja auf Nummer sicher gehen, dass es keine unbeliebten Beobachter gibt. „Sag mal, wie gut ist eigentlich Teufels Nase? Du hast gesagt, dass er sehr schlau ist. Vielleicht kann er ja helfen.“ Tina hat die richtige Idee. Warum eigentlich nicht. Mehr als dass es nicht funktioniert, kann ja nicht passieren. „Probieren wir es aus, ich hole meinen Kleinen und dann treffe ich mich mit euch wieder hier. Zuerst versuchen wir mal ein paar Tricks hier im Klubraum, dann überlegen wir weiter.“ Während ich meinen Kater hole, bereiten die anderen schon was vor, um ihn auf die Probe zu stellen. Martin sucht währenddessen im Internet nach allen möglichen Informationen zu den Hundediebstählen. Vielleicht findet er ja etwas heraus, was sie in den Nachrichten noch nicht gebracht haben. Anscheinend sind die Diebe ausschließlich am Randgebiet von Görlitz unterwegs. Und es scheinen laut den Polizeiberichten zwei zu sein. Vermutlich Polen, die die Nähe der Grenze ausnutzen. Und immer waren es abgegrenzte Grundstücke von Einfamilienhäusern. Schnell bin ich wieder im Klubraum, und mein schlauer Kerl fängt an, Sachen, die wir ihm vor die Nase gehalten haben, zu suchen. Versteckt haben wir sie natürlich nicht vor seinen Augen. Ich bin immer kurz mit ihm raus gegangen, wenn meine Kameraden etwas versteckt haben. Am Anfang wusste Teufel nicht so recht, was wir von ihm wollen. Nach einer Weile jedoch, hat er es begriffen und wird immer besser. „Ok, damit können wir etwas anfangen. Aber wie machen wir weiter?“ Wieder hat Tina eine Idee. „Wie wär’s, wenn du und Micha, wenn ihr zu Frau Lehnert geht, mit dem klugen Kätzchen und ihr fragt, ob sie etwas von Rex hat. Teufel kann dann daran riechen und vielleicht erkennt er noch eine Spur.“ Klar, die Idee ist gut. Ich glaube zwar nicht, das nach zwei Tagen noch etwas zu finden ist, aber trotzdem wollen wir es versuchen. Frau Lehnert ist überrascht, uns zu sehen. Auch sie hat Zweifel, dass es funktioniert, gibt uns jedoch Rex sein Lieblingsspielzeug. Um nicht zu viele Gerüche daran zu haben, kommt es in eine Plastiktüte. Nun noch den Kater daran schnuppern lassen und auf geht die Jagt. Erst rennt er durch die Wohnung von Frau Lehnert und sucht da nach dem Hund. Er braucht nur 2 Minuten, um zu merken, dass er erfolglos bleibt und geht in den Garten. An einer Stelle am Gartenzaun springt er hoch und auf der anderen Seite wieder runter. Schon deutet er durch eindringendes mauzen an, dass wir ihm folgen sollen. Als wir endlich bei ihm sind, geht es weiter.

Im gemächlichen Tempo zwar, aber doch zielgerichtet, läuft er Richtung Hauptstraße. Dabei schaut er sich immer wieder um, ob wir ihm auch folgen. So könnte man es zumindest deuten. Dort jedoch bleibt er stehen. Er setzt sich sogar hin und schaut uns fragend an. Was will er uns jetzt wohl sagen. Am Bürgersteigrand schaut er zu Boden und wieder auf. Die Diebe Müssen ab hier mit dem Auto weitergefahren sein. Schade, das hilft uns auch nicht weiter. Betrübt erklären wir unserer Lehrerin von den nicht gerade ausreichenden Erkenntnissen, dann machen wir uns auf den Heimweg. Es ist spät geworden und wir wohnen am anderen Ende der Stadt. Schnell eine Rundmail an alle und der Tag nimmt sein Ende. Aufgeben? Nein, das werden wir nicht. Wir haben gerade erst angefangen. Der Morgen ist klüger als der Abend, heißt ein altes Sprichwort. Vielleicht kommt über Nacht ja ein guter Einfall. Mal überlegenen. Die haben den Rex erst an der Hauptstraße ins Auto geladen, oder wie man das in diesem Fall nennen kann. Aber warum? Am nächsten Morgen nach der Schule treffen wir uns wieder im Klubraum. Vielleicht kommt uns dann eine Idee, die uns wirklich weiter bringt. ´Warum haben sie das Auto an der Hauptstraße gelassen, statt es vors Haus zu fahren. Und warum sind sie nicht gleich den Gehweg gegangen, statt erst mal 15 Meter durch die Büsche zu gehen? ` Diese Überlegung lässt mir lange keine Ruhe, und als ich endlich doch noch einschlafe, träume ich von Menschen in Masken, welche von Grundstücken Hunde stehlen. Komisches Zeug. Am nächsten Tag, nach der Schule, sitzen wir wieder im Klubraum und überlegen. Ich hatte heute Morgen einen Stadtplan mitgenommen. Auf diesen markieren wir gerade die Straßen, wo in den letzten zwei Wochen Diebstähle stattgefunden haben. Nach einem System scheint es nicht auszusehen. Auch die Hunderassen wurden scheinbar nicht gezielt ausgesucht. Das einzige, was auffällt, ist die Tatsache, dass es jedes Mal Rassehunde sind. Auch das hilft uns nicht weiter. Oder?

„Wer von euch wohnt am Randgebiet in einem Eigenheim?“ „Und wie kommst du jetzt auf diese Frage, Juliane? Was hat das denn mit dem Fall zu tun?“ Micha sieht mich verständnislos an. Auch die anderen haben Fragezeichen auf ihrer Stirn. Nun, da will ich das Geheimnis, was doch auf der Hand liegt, mal lüften. „Ganz einfach, wenn einer von euch dort draußen, wo die Eigentumshäuser beginnen und man auch mal einen Hund im Garten sieht, wohnt, dann kann derjenige den Dieben ja vielleicht eine Falle stellen.“ Diesmal ist es Tina, die sich zu Wort meldet. „Super Idee, aber wo bekommen wir auf die Rasche ein Hund her, den wir dafür nutzen können? Ich könnte meine Tante um Hilfe bitten, sie hat da draußen ein nettes kleines Haus. Ganz in der Nähe von Frau Lehnert, in Biesnitz.“ „Endlich, wir kommen wieder weiter. Frag sie erst mal, ob sie einverstanden ist. Ein Hund zu besorgen, ist wahrscheinlich das kleinste Problem.“ „Ok, ich frag sie. Und was machen wir, wenn wir den Hund haben?“ „Wir suchen nach einem, mit dem sich Teufel gut versteht. Der ein großer Rassehund ist und noch Welpe. An Teufel machen wir einen Sender fest. Ich hab da noch einen von meinem großen Bruder, er hat mal eine erstklassige Detektivausrüstung bekommen und an den Sendern etwas rumgefeilt. Er wird nicht um sonst Computergenie genannt. Und dann legen wir uns alle auf die Lauer. Dann müssen wir nur noch hoffen, dass die Diebe zuschlagen, und wir haben die Täter.“ Das ist der Plan. Nicht schlecht, finden die anderen. Auch Teufel sieht zufrieden aus. Nach der Schule hatte ich ihn schnell geholt. Er scheint den Plan verstanden zu haben. Zumindest sieht er uns Erwartungsvoll an. Aber wie ihn in die Tat umsetzen? Tinas Tante muss erst mal gefragt werden. Also machen wir uns auf den Weg zu ihr. Sie ist sehr nett und zu unserem Glück, trotz Skepsis, einverstanden. „Das ist nett von euch, dass ihr eurer Lehrerin so helfen wollt. Aber passt dabei auf euch auf. Und woher wollt ihr den Hund nehmen? Es muss ein junger Rassehund sein. Schäferhunde sind mit die beliebtesten. Und soweit ich weiß, waren die Besitzer allesamt nicht zuhause, während es passiert ist. Da habt ihr euch was vorgenommen.“ Sie hat natürlich Recht. Die erste Hürde ist getan. Wir haben einen Platz, an dem wir unseren Plan in die Tat umsetzen können, gefunden. Fehlt nur noch der Hund. Und wir wissen nicht, ob was schief geht. Ein bisschen Angst um meinen Kater bekomme ich auch langsam. Tinas Tante hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass es auch sein kann, dass es nicht funktioniert und die Täter mit den Tieren auf und davon sind, und wir sehen sie nie wieder. Nein, daran will ich einfach nicht denken.

 

 

 

AufAlleingang

 

 

 

Wovon träumen wir eigentlich? Jetzt geht es erst richtig los. Der Sender ist durch unser Programm schnell aufgespürt und wir wissen, wo Teufel ist. Als wir auf dem Revier anrufen, sagt ein Kollege von Herrn Meier, die Polizei hätte besseres zu tun, als eine entlaufene Katze zu suchen und stellt uns gar nicht erst zu Herrn Meier durch. Und das, wo wir ihm doch auch gleich erklärt haben, das er auf unseren Anruf wartet. Zu dumm, dass wir nicht seine Private Telefonnummer haben. Dann eben nicht. Laut GPS ist er in Hagen Werder in der Nähe eines Sees. Das Fahrrad ist geschnappt, und es kann losgehen. Micha und die anderen meinen zwar, wir sollten morgen aufs Revier gehen und mit Herrn Meier persönlich sprechen, aber ich lasse meinen Kater nicht einfach so allein. Also mache ich mich auf eigene Faust auf den Weg. In der Nähe der alten Kiesgrube, die zum Baggersee umfunktioniert wird, höre ich ein klägliches leises mauzen. Schnell laufe ich in die Richtung, aus der es kommt, durch ein paar Büsche. Nach mehreren Rufen von mir, wird es aufgeregt und ich erkenne meinen Kleinen. Und da steht doch tatsächlich auch ein schwarzer Kombi. In der Nähe sehe ich auch ein paar kleine Hundehütten, welche umzäunt sind. In drei von ihnen befinden sich Welpen. Und einer von ihnen kommt mir bekannt vor. „Rex, bist du das?“ flüstere ich. Da kommt auch schon der kleine Schäferhund an den Zaun und schnuppert an meiner Hand. Die Diebe haben das Halsband noch drum gelassen. Auf der Marke steht Rex. Kein Zweifel, das ist der Hund von unserer Lehrerin. Bevor ich ihn Raushole, muss ich unbedingt Teufel finden. Da kratzt und schart es in ungewohnter Tonlage, irgendwie metallisch. Klar, er muss noch im Auto sein. Aber wie bekomme ich ihn da raus? Bei näherem hinsehen, entdecke ich ihn auf dem Rücksitz. Er sieht mich ungeduldig an, als ob er mir sagen will, ´nun hol mich doch endlich raus! ` Und wie knackt man jetzt bitteschön ein Auto? Plötzlich wird er ganz aufgeregt. Er bewegt sich wild auf dem Rücksitz hin und her. Bevor ich verstehe, was er sagen möchte, werde ich auch schon von hinten festgehalten. „Wen haben wir denn da? Eine kleine Schnüfflerin? Du hast hier nichts zu suchen!“ Herrscht mich ein Mann an. „Nun, die Hunde haben mich angelockt, ich mag doch so gern Hunde. Sind die zu verkaufen? Wie viel kostet denn der Schäferhund?“ Sich auf die Rasche etwas einfallen zu lassen, ist gar nicht so einfach. Dummerweise bin ich nicht gerade überzeugend. „Nein, die Hunde sind nicht zu verkaufen.“ Dieser Fremde wird grob, er packt mich fest am Kragen und Teufel fängt an zu fauchen. „Gehört dieser verrückte Kater da etwa dir?“ „Nein, wie kommen sie denn darauf? Wissen sie was, am besten gehe ich dann mal, es ist spät, meine Eltern werden schon auf mich warten.“ „Du gehst nirgendwohin, du kleine Schnüfflerin.“ Er dreht mich um und sieht mir ins Gesicht. „Dich habe ich doch schon mal gesehen. Du bist in der Südstadt mit dieser kleinen süßen Dogge rumgelaufen, deine Freunde haben uns das Geschäft mit ihr verdorben. Dafür wirst du jetzt büßen.“ Da kommt auch der zweite, beide sehen sie grob aus, einer von ihnen ist groß, so 1,80m würde ich sagen, wie mein großer Bruder. Der andere etwa 10 cm kleiner. Sie fesseln mich und zerren mich ein Stück tiefer zwischen die Bäume, wo ich jetzt erst eine Blockhütte bemerke. In diese schieben sie mich hinein. Meine Hände sind auf dem Rücken zusammengebunden, und meine Beine haben sie auch nicht vergessen. Sogar an Knebel haben sie gedacht. Als ob mich hier draußen jemand hören würde. Aber eins haben sie vergessen. Nämlich meine Taschen zu durchsuchen. In meiner linken Hosentasche ist immer noch mein Handy. Wie lange wohl der Akku noch reicht? Dass ich auch nie darauf achte. Zum Glück habe ich es auf lautlos, oder? Da will ich meinen Kater befreien und brauche selber Hilfe. Hätte ich doch bloß auf die anderen gehört. Hoffentlich denken meine Eltern daran, Gleich bei Micha nachzufragen, ob er weiß, wo ich bin. Er wird es sich denken können und schnell nach mir suchen. Aus dem kleinen Fenster, sehe ich, dass es Nacht wird.

Es ist hell. Es ist hell? Ich muss wohl eingeschlafen sein. Halt mal, wo bin ich? Erst mal sortieren. Was habe ich gestern noch gemacht. Ja, da war diese Suche nach meinem Kater. Und da waren die Diebe, ein großer mit schwarzen Haaren und dunklen Augen, und ein Kleinerer mit blonden Haaren und grünen Augen. Sie haben mich in dieses Auto gesperrt und dann, nein, sie hatten mich doch in eine Blockhüte verfrachtet. Wieso bin ich jetzt in einem großen Auto? Es scheint ein Lieferwagen zu sein, und da sind drei Käfige, in zwei sind Hunde und in einem mein Kater. Er sieht mich traurig an, die Vorderpfoten nebeneinander und den Kopf daraufgelegt, schaut er zu mir nach oben. Aber wo ist der dritte Welpe? Rex ist noch da, den anderen kenne ich nicht. Auch Rex scheint sich unwohl zu fühlen. Er zittert, als ob er Angst hat, so wie auch der zweite Kleine Hund. Und der Wagen bewegt sich. Dummerweise bin ich immer noch gut gefesselt. Ich kann sie einfach nicht losmachen. Wenn ich nur wüsste, wohin sie fahren. Auch ich habe Angst. Das wird langsam unheimlich. Nach langer Zeit, so scheint es mir, hält das Auto an. Der Fahrer und sein Komplize kommen nach hinten und öffnen die Tür. “Na du freches Gör? Was machen wir jetzt mit dir? Die Hunde lassen sich gut verkaufen, aber dich wird uns eher weniger einer unserer Kunden abnehmen.” Der Schwarzhaarige sieht mich wütend an. Sein Freund sagt zu ihm: “Wir müssen die Kleine loswerden, sie hat unsere Gesichter gesehen.” “Keine Angst, was will sie hier schon ausrichten, wir sind weit weg von den deutschen Grenzen. Also haben wir ein bisschen Zeit zum überlegen. Vielleicht können wir ja auch ein zweites Standbein aufmachen, es gibt bestimmt ein paar nette Menschen, die gern so ein süßes Mädchen zum kuscheln neben sich hätten. Ein paar nette Fotos von ihr, nur in Unterwäsche und dann ab ins Netz damit. Mal sehen, ob sich jemand meldet.” Oh nein, was haben die da gerade geredet, und wo bin ich? Was meinen sie mit, weit weg von deutschen Grenzen? Dann höre ich eine dritte Stimme. Diesmal weiblich und definitiv nicht in deutsch, ich verstehe kein Wort. Englisch ist es auch nicht. Sie kommt näher und schaut in den Lieferwagen. Groß, brünett und schlank, mit übereinandergeschlagenen Armen sieht sie mich an. “Was hast du dir dabei gedacht? Meinst wohl, dich einfach in fremde Angelegenheiten einmischen zu dürfen? Antworte!!” Das war dann doch deutsch, der Sprache ist sie also mächtig. “Du sollst antworten!” Wie denn, die haben mich doch…, erst jetzt bemerke ich, das der Knebel ab ist. Wohl etwas lauter, als ich wollte, antworte ich: “Ich bin nur meiner Katze gefolgt, sie fährt doch gerne Auto und ist nun mal in dieses eine eingestiegen. Mehr nicht!” Meine Stimme zittert. Das bleibt nicht unbemerkt. “Uns hattest du gestern gesagt, du kennst sie nicht. Wusste ich´s doch. Das Vieh gehört zu dir. Und wo sind deine Freunde von gestern? Die uns das Geschäft mit unserer letzten Bestellung vermasselt haben?” Der große schaut bestimmend zu mir. “Längst bei der Polizei, und es wäre besser für sie, mich nach hause zu bringen. Wir haben alle ihre Gesichter gesehen und auch ein Video von euch gemacht. Die Polizei hat schon eine Großfahndung nach euch eingeleihert.”

Mist, das mit dem Video wollte ich doch eigentlich nicht verraten. Zu dumm. Jetzt ist es zu spät. Allerdings sehen die beiden Männer jetzt etwas verängstigt aus. “Idioten, wie konntet ihr euch filmen lassen, und das, ohne es zu bemerken. Jetzt haben wir noch ein Problem. Die Kleine muss Weg, aber erst, nachdem ihr alles aus ihr rausbekommen habt, was sie weiß, und wechselt die Autos! Lasst die anderen verschwinden! Mit denen sind wir dann wohl zu auffällig!” Die Frau ist wütend und sieht die Männer streng an. Dann wieder zu mir, “Du wirst schön reden, und vielleicht lassen wir dich am leben.” Die Tür wird wieder zugemacht. Ich zittere am ganzen Körper. Verdammt, war das polnisch? Ich muss irgendwo in Polen sein. Wo auch sonst, das liegt zumindest nahe. Ich versuche meine Hände zu befreien, “Au”, hoffentlich hat mich keiner gehört, ok, alles ruhig. Was war das? Da ist irgendwo eine scharfe Kannte. Juhu, ich kann die Fesseln daran aufschneiden. “Puh, geschafft, jetzt die Beine. Auch geschafft. Und jetzt du mein Kleiner. Zum Glück habe ich eine gute Haarklemme bei mir. Der kleine “Räuberkurs” bei meinem Bruder macht sich bezahlt. Jetzt du, mein Kleiner. Gleich bist du frei. Noch schnell die Hunde, und sobald die Tür aufgeht, springen wir raus und rennen, wir schaffen das.” Habe ich das jetzt wirklich laut gesagt? Macht der Gewohnheit, ich rede einfach viel mit Teufel. Was macht er da? Mann könnte meinen, er legt sich auf die Lauer. Wenn das mal gut geht. Nach einer langen Zeit, es wird langsam wieder dunkel, geht die Tür auf und einer der Männer schaut rein. “Na du, dann wollen wir doch mal hören,… ahhh, was zur Hölle?” Das ging jetzt ja schnell, ehe er es sich versieht, springt Teufel ihn an und zerkratzt ihm das Gesicht, ich springe raus und schubse ihn dann gleich noch um. Die Hunde kommen hinterher. Rennen, einfach rennen. Weg von den Menschen und dem Lieferwagen. Ich laufe drauf los ohne mich umzudrehen. Wohin? Ich weiß es nicht. Ich weiß ja nicht mal, wo ich gerade bin. Ein kurzes Stück auf einem Waldweg, dann bin ich auf einer asphaltierten Straße. Nach einer gefühlten Stunde werde ich langsamer und schaue zum ersten mal hinter mich. Die Hunde und Teufel sind bei mir, mehr sehe ich nicht. Ich bin scheinbar auf einer Landstraße. Mir kommt ein Auto entgegen und für einen kurzen Augenblick bleibt mein Herz stehen. Es fährt weiter. Zum Glück. Die Entführer haben mich noch nicht eingeholt. Weit und breit kein Mensch. Mittlerweile bin ich stehen geblieben und überlege, `Ich muss erstmals von der Straße runter, die werden mich schließlich suchen. Wie gut, das hier ein Maisfeld ist, ich habe was zu essen und kann mich unauffällig am Rand fortbewegen. Nur die Tiere müssen hungern. Hoffentlich hab ich bald Glück. Ich gehe also im Feld an der Straße entlang und hoffe bald auf eine Ortschaft zu stoßen. Mensch bin ich blöd, mein Handy, das hab ich ja ganz vergessen. Hab ich es noch einstecken, oder haben sie es mir abgenommen? Nein, ich hab es noch und sogar noch an. Akku schwach, ok, noch 20 Prozent, die müssen reichen. Internetempfang? Biiiiiiiiiitte, juhu, dann wollen wir doch mal per GPS meinen Standpunkt feststellen. Wie? Ich hätte nicht gedacht, nur 50km vor der Grenze zu sein. Die haben sich ja so ausgedrückt, als sei es mega weit weg. Mal abgesehen von der Autofahrt, die mir sehr lang vorkam. Und dann auch gleich die von Görlitz, nur bin ich erstmals in die falsche Richtung gelaufen, also umkehren und dann hoffen, dass die Akkuleistung bis zum Ziel ausreicht, am besten, ich mache mein Handy aus, wenn ich schlafe, dann hält es länger.` So laufe ich noch eine ganze Weile, bis ich müde bin und fast umfalle. Ich suche mir eine Stelle, wo der Boden weich ist und lege mich zur Ruhe. Handy schnell aus und dann schlafe ich auch gleich ein. Es ist kalt, aber die Tiere kuscheln sich an mich und somit halten wir uns gegenseitig warm. Am nächsten Tag geht die Reise weiter. Teufel, Rex und der andere Hund finden im Feld ein paar Mäuse. Dank Teufels Jagdkünsten werden alle drei einigermaßen satt. Ich esse ein paar Maiskolben und hoffe, das die Ernte noch nicht eingeholt wird. Ist sowieso komisch, wir haben Mitte Oktober, und auf diesem Feld steht noch alles. Gut für mich. Mal nachschauen, wo ich bin, hab ja mein Handy noch aus, also schnell an und nachschauen, wenn die Statistiken stimmen, müsste ich locker mal 10 km hinter mir gelassen haben. Es stimmt, und gut das ich nachschaue. Hier muss irgendwo eine Weggabelung kommen und ich muss abbiegen, und wieder habe ich etwas Bammel. Was wenn die Entführer mich entdecken? Schließlich muss ich dazu mein Versteck verlassen und bin schneller zu sehen. “Teufel, wir müssen dieses Feld verlassen. Jetzt ist dein Instinkt gefragt. Schau mal nach, ob du ein Auto siehst und lass es uns wissen, ob die Luft rein ist.” Auch wenn er mich nicht unbedingt so genau versteht, was ich ja nicht weiß, merkt er doch, das ich langsamer und vorsichtig weitergehe. Er schleicht sich raus und schaut sich um. Weiß er vielleicht doch ganz genau, was ich von ihm erhoffe. Er schaut hin und her, dann könnte man meinen, er signalisiert mir, wir können weiter. Und tatsächlich ist die Straße frei. Kein Auto weit und breit, also überqueren wir die Kreuzung, biegen rechts ab und gehen weiter. Ob Zufall oder nicht, Egal, wir kommen unserem Zuhause Näher. Mittlerweile sind es nur noch etwa 10 km. Gestern Abend und heute haben wir ein ganzes Stück geschafft. Allerdings sind wir müde, und Hunger kommt auch. Die Hunde schlecken erwartungsvoll meine Hand und Jaulen auf. “Tut mir leid, aber ich weiß auch nicht, wo wir etwas herbekommen können. Laut Navi sind wir kurz vor Zgorzelez. Die polnische Seite unserer Heimatstadt. Also kommen wir morgen nachhause. Bis dahin müssen wir durchhalten. Schlimmer als der Hunger, ist allerdings der Durst. Aber weit und breit keine Wasserquelle zu sehen. Wir finden ein verlassenes Gebäude, scheint zum Abriss verurteilt zu sein. Nachdem wir es geschafft haben, uns einen Weg hinein zu bahnen, finden wir auch vor Überraschung noch einen nicht ganz ausgeräumten Raum. Eine alte Matratze und eine Decke, also was zum schlafen. Beim weiter stöbern entdecke ich ein staubiges Bad, mit Waschbecken, ob der Wasserhahn noch etwas an Wasser ausspuckt, ich probiere es aus. Wahnsinn, hat man schon mal soviel Glück im Unglück gehabt? Es fließt Wasser, aber ziemlich braun, also nichts für mich, oder wird es da langsam heller? Ich lasse es eine ganze weile laufen und tatsächlich, es wird fast normal hell, also mit den kleinen Ablagerungen muss ich jetzt leben, es sind bestimmt auch sehr alte Rohre, ich lasse die Tiere zuerst trinken, sie stellen ihre Pfoten auf den Waschbeckenrand und ich helfe mit meiner Hand, das sie genug abbekommen. Teufel springt einfach hoch und schlappert aus dem laufenden Strahl. Anschließend trinke ich ein paar schlucke. Mist, ich will mein Handy ausschalten und es ist bereits aus. Also Akku leer. Verdammt, dann muss ich morgen also den Weg so finden. Das bedeutet, jedes Straßenschild ganz genau nach einem Hinweis auf die richtige Richtung beobachten. Hoffentlich sind die Entführer nicht in der Stadt, sonst wird es sschwierig. Schließlich kann ich keine Nebengassen, wo es leichter wäre unterzutauchen, nutzen. Na gut, das lasse ich morgen auf mich zukommen. Hier werden sie mich ja nicht finden. Unruhig schlafe ich ein, meine Träume sind wir und ich wache auch immer wieder auf. Die Hunde und Teufel schlafen dagegen tief und fest. Tatü tata, hä? Was ist das für ein lautes Geräusch? Eine laute Sirene lässt mich hochschrecken. Und dann ist sie auch gleich aus. Ich höre Schritte. Wo bin ich doch gleich wieder. Ich muss dringend an meinem Orientierungssinn arbeiten. Ach ja, da war ja diese Entführung, Flucht und so weiter. Wer kommt da. “Juliane? Bist du hier?” Wer hat das gerufen? Die Entführer wissen doch gar nicht meinen Namen. “Hier ist Herr Kommissar Meier, Juliane? Bitte antworte, wenn du da bist!” Das gibt es nicht. Wie hat er mich gefunden, jetzt erkenne ich auch die Stimme. “Ich bin hier. Dem Himmel sei dank. Woher wussten sie, das ich…” “Der Sender an Teufels Halsband. Deine Freunde und Familie haben mich gestern über dein Verschwinden informiert, ich wollte mich nach dem Sender erkundigen, da ihr ja nicht zurückgerufen habt. Also habe ich selbst angerufen und somit erfahren, das du auch weg bist. Es ist schön dich zu sehen. Ich rufe Erstmal deine Eltern an, die machen sich große Sorgen.”

Nach dem ich selbst kurz mit meinen Eltern gesprochen habe, und ihnen versichern konnte, das es mir gut geht, erzähle ich Herrn Meier von meiner Geschichte. Wir sitzen mittlerweile in seinem Büro und er hört geduldig zu. Zwischendurch stellt er auch ein paar Fragen und macht sich Notizen. Klar, die Verbrecher sind immer noch auf freiem Fuß. Die wollen sie kriegen. Jetzt geht es ja nicht nur um Diebstahl, sondern auch um Entführung. “Juliane, wir haben uns ja solche Sorgen gemacht. Geht es dir auch wirklich gut?” “Ja Mama.” Meine Eltern sind gerade zur Tür rein und drücken mich Erstmal ganz doll. Diese Zeit nutzt der Kommissar, um mir noch einmal heiße Schokolade einzuschenken. Er hat auf dem weg hierher im Büro angerufen und dafür gesorgt, das seine Kollegen uns was kleines zu Essen besorgen, so wie etwas zu trinken. Meine Mutter weint. Oje, das wollte ich nun wirklich nicht. Und dann muss ich die Geschichte nochmal von vorne erzählen. Meine Eltern erschrecken und staunen im nächsten Augenblick über unser Kleines Abenteuer. Ich gebe auch zu, das ich Angst hatte und verspreche, nicht mehr auf Alleingänge und ohne meinen Eltern Bescheid zu geben, so eine Aktion zu starten. Das hätte ja wirklich schief gehen können. Nach ca. 3 Stunde sind wir dann auch fertig, ich werde noch für eine Personenbeschreibung zu einem Polizeizeichner gebeten. Vor allem wegen der Frau, die Männer hatten sie ja schon durchs Video. Anschließend fahren wir nach hause. Meine Freunde rufe ich auch gleich an, damit sie wissen, das es mir gut geht. Mann hört richtig Erleichterung in ihren Stimmen, und 5 Minuten später klingelt es an unserer Tür. Sie waren alle bei Micha und haben auf diesen Anruf gewartet. Und dann geht es von vorn los, ich erzähle erneut unser Abenteuer. Mutti bringt Milch und Kekse. Und schon wieder hat sie Tränen in ihren Augen. War ich solange weg? Hm, zwei Tage. Oder liegt es daran, das sie nicht wusste, wo ich war? Ich habe ja immer gehört, das sich Eltern schnell Sorgen machen, aber so große. Ich nehme mir ganz fest vor, das nicht nochmal zu tun.

“Aber jetzt sagt erst mal, was ist hier eigentlich solange passiert? Was habe ich verpasst?” Micha antwortet, “Also, nachdem wir weg sind, war es ja schon spät, und so sind wir nachhause gegangen. Keinen hat diese Geschichte in Ruhe gelassen. Später am Abend hat dein Vater bei mir angerufen und gefragt, ob du die Zeit vergessen hast, oder warum du nicht Heim kommst. Ich war

erschrocken,- Wie, sie ist nicht zuhause? Das gibt es doch nicht. Sie muss nochmal losgefahren sein, um Teufel zu suchen.-, Habe ich zu deinem Vater gesagt. Und so musste ich ihm Erstmal die ganze Geschichte erklären, von unseren Ermittlungen und den Dieben und so. -Sie muss nach ihm suchen- Sage ich zu ihm. Und leider wusste ich nicht mehr, wo wir das Signal von Teufels Sender geortet haben. Also riefen deine Eltern wohl die Polizei. Am nächsten Tag musste ich ja Erstmal zur Schule, und dann habe ich natürlich auch Tina, Martin und Saskia von deinem Verschwinden erzählt. Die Lehrer haben auch nach dir gefragt. Am Nachmittag rief dann Herr Kommissar Meier an und fragte nach dem Sender, und warum wir ihn nicht am Vortag zurückgerufen hatten. Da haben wir ihm logischer Weise auch über unseren missglückten Rückruf aufgeklärt. Als er dann von deinem Verschwinden erfuhr, war er auch etwas besorgt. Und dann viel uns das mit dem Sender wieder ein. Warum haben wir nicht gleich daran gedacht. Herr Meier wollte gleich zu uns kommen und so haben wir uns bei deinen Eltern verabredet, die waren zum Glück Daheim. Nach kurzer Aufklärung ließen sie uns an deinen Rechner und so konnten wir Teufels Weg nachvollziehen. Ihr hattet euch sehr schnell bewegt, und da war es fraglich, was wir am besten tun sollen. Ihr wart locker mal 250 km von uns entfernt. Als wir dann bemerkten, das ihr wieder Richtung Grenze Fahrt, haben wir gewartet, nachdem ihr etwa 45 km vor Görlitz stehen geblieben seid, hat Herr Meier sich auf den Weg gemacht. Als er da War, war jedoch nichts von euch zu sehen. Die Polnischen Behörden wurden zwar auch gleich informiert, aber auch sie kamen zu spät. Weit und breit kein Auto oder irgendein anderes Anzeichen von euch. So rief er uns an und fragte, ob wir nochmal nach euch suchen könnten. Das war nicht einfach, ihr wart zwischendurch scheinbar nicht in Empfangsreichweite. Und dann die Überraschung, nach stunden hatten wir wieder ein Signal, ihr seid schon fast zu Hause. Sofort riefen wir Herrn Meier zurück und er Fuhr zu der von uns angegebenen Adresse. Ich blieb die ganze Zeit vor deinem Rechner. Schule war mir egal und meine Eltern waren auch einverstanden. Schlafen hätte ich sowieso nicht gekonnt. Du warst einfach wichtiger und deine Eltern waren dankbar für meine Nachtschicht. So konnte ich Herrn Meier über Eventuelle Neuigkeiten gleich unterrichten. Und dann kam der Anruf von deinen Eltern. Mann waren wir erleichtert. Heute war keiner von uns in der Schule. Frau Lehnert hatte sich auch nach dir erkundigt und wir mussten ihr versprechen, sie sofort anzurufen, wenn wir was neues wussten. Das haben wir nach dem Anruf deiner Eltern auch gleich gemacht.” Micha nimmt einen großen Schluck aus seiner Tasse. Das war aber auch eine lange Geschichte. Das sogar Frau Lehnert sich Sorgen gemacht hat, rührt mich. Ob die Polizei ihr ihren Rex schon zurückgebracht hat? Und was ist wohl mit dem zweiten Hund? Eine Frage wird auch bald beantwortet. Mama bringt das Telefon rein. “Deine Lehrerin, sie will mit dir sprechen, Juliane.” “Danke Mama, hallo Frau Lehnert. Ist ihr Rex wieder da? Haben die Kollegen von Herrn Meier ihn wohlbehalten zu ihnen gebracht?” “Ja, dank dir ist er wieder bei mir. Aber was hast du dir nur dabei gedacht. So mir nichts dir nichts auf eigene Faust zu ermitteln? Nicht das ich nicht dankbar bin, verstehe mich da bitte nicht falsch. Aber du hast uns ein ziemlichen Schrecken eingejagt. Was dir hätte alles passieren können. Versprich mir, nie mehr so etwas waghalsiges zu unternehmen!” Warum nur sagen mir alle das selbe. Langsam nervt es. Wieder beteure ich, nicht nochmal auf Alleingang zu ermitteln. Aber nett finde ich es schon, dass auch Frau Lehnert sich solche Sorgen um mich macht. Da wird es auchschon Abend. Meine Freunde gehen nachhause und bei uns gibt es Abendbrot. Bald falle ich auch ins Bett. Die Reise war anstrengen. Vorher nehme ich jedoch noch ein ausgiebiges Bad. Das war dringend nötig.

 

 

 

 

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